13. DEZEMBER 2011

»Die radikale Absenz des Ronny Läpplinger«

AUTORENLESUNG

CHRISTIAN SAEHRENDT

 

Kunsthochschule Kassel und Galerie Coucou präsentieren:

 

AUTORENLESUNG EINES KÜNSTLERROMANS

mit CHRISTIAN SAEHRENDT

 

Der Roman „Die radikale Absenz des Ronny Läpplinger“ von Christian Saehrendt ist eine Künstlerfarce, in der die Hauptfigur, ein mäßig erfolgreicher Provinzkünstler, verzweifelt um einen späten Durchbruch kämpft, indem er sich auf eigene Faust nach Kassel aufmacht, um an der Documenta 13 teilzunehmen.

 

13. Dezember um 19:30 Uhr in der Galerie Coucou.

 

Kein Eintritt

 

Galerie Coucou

Werner-Hilpert-Straße 8

34117 Kassel

 

»SAMOWAR«

KUNST, TEE + SENSATIONEN

 

Zum Abschluss des ereignisreichen Jahres möchten wir Sie zur Wiederauflage der Ausstellung „Samowar - Kunst, Tee und Sensationen“ einladen. Während Sie sich Kunstwerke anschauen und mit Künstler plaudern, können Sie eine Tasse heißen Tee aus unserem original- russischen Samowar genießen, die zahlreichen Bücher und Kataloge durchblättern, es sich bei uns gemütlich machen.

 

Wenn Sie noch auf Geschenksuche sind, so haben Sie zudem bei uns die Möglichkeit wertvollen Kunstwerken käuflich zu erwerben.

 

Wir freuen uns, das gute alte Jahr 2011 mit Ihnen zu verabschieden und hoffen, wir sehen Sie dann 2012 wieder -  in Coucou!

 

„Im römischen Circus Maximus fanden, (...) die „Zirzensischen Spiele“ (ludi circenses) statt, ursprünglich religiöse Veranstaltungen mit großen Umzügen. In der Kaiserzeit wurden vor allem Wagenrennen ausgetragen. Es gab aber auch wie im Kolosseum Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen.“

(wikipedia.de „Circus Maximus“)

 

Der Große Zirkus, den Michael Göbel in der Galerie Coucou zeigt, kommt auf den ersten Blick eher leise daher. Die großformatigen Zeichnungen und Installationen der Ausstellung wirken wie Nachbilder von Ereignissen. Die Motive erinnern an Großveranstaltungen oder Freizeitbeschäftigungen, in der sich die Sehnsucht nach körperlicher Ertüchtigung und Selbsterfahrung unsere Zeit widerspiegelt. Von den Akteuren verlassen, wirken die Orte seltsam inhaltsleer und wie übrig gebliebene Reste der einstigen Spaß-gesellschaft.

 

Im zweiten Raum der Galerie geht es dagegen um den konzentrierten Blick nach innen. Die ausgestellten Objekte erscheinen wie Gedanken oder Erinnerungen, die nur schemenhaft auftauchen und sich zugleich im Raum wieder auflösen. Göbels Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung, Glaszeichnung, Objekt und Skulptur stehen stets in Beziehung zueinander und bilden ein dichtes Netz von Assoziationen. Die Installationen basieren häufig auf exakt rekonstruierten Modellen von realen Begebenheiten, auf die der Künstler bei seinen Fotorecherchen stößt. Die Irritation entsteht durch die Veränderung von Maßstab, Farbgebung oder Kontext und lässt verstörende und rätselhafte Gesamtbilder entstehen.

 

Es bedarf eines „langen, kontemplativen Blicks, damit sich die Menschen und Dinge entfalten“, schreibt Adorno in seinen Minima Moralia – Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Dabei lässt sich gerade dieses Kontemplative schwer fassen, fordert es doch eine Haltung des Abstands mit Respekt und zugleich das völlige Entrücken von den äußeren Eindrücken des alltäglichen Erlebens. Die Arbeiten des koreanischen Künstlers Seung Hyung Baek kreisen um diesen Moment der Versenkung und der innerlichen Betrachtung. Künstlerischer Ausgangspunkt bildet der Garten, der zum Verweilen einlädt und als Spiegel der Seele demjenigen, der ihn betritt, Zerstreuung, Vergessen, Selbstvergessen erlaubt. Baek gestaltet mit seinen Gärten ohne Namen Orte des scheinbaren Stillstands, „in denen man sich selbst ausleeren, nachdenken und ausruhen kann und in denen sich Dinge und Menschen entfalten“ (Baek).

KASSELER MUSEUMSNACHT IN DER GALERIE COUCOU

„Dagegen bin ich völlig machtlos“ wiederholt Valmont, einer der beiden Protagonisten aus Laclos „Gefährliche Liebschaften“, mehrfach und formuliert damit eben das, was die künstlerische Praxis ausmacht: Eine risikoreiche Existenz, die mit sozialer Randständigkeit ebenso droht, wie sie mit einem Leben als Ausnahmeerscheinung im Positiven lockt. Dass es Menschen gibt, die sich auf ein solchermaßen unsicheres Leben einlassen, ist wunderlich genug. Als schwieriger gilt die Frage, warum man sich darauf einlässt. Ist der Künstler gegenüber dem Bedürfnis nach diesem Leben völlig machtlos?

 

Vier französische Künstlerinnen und Künstler sind geladen, in der Galerie Coucou die Frage des künstlerischen Risikos mit künstlerischen Arbeiten selbst zu eröffnen und charmant wie ironisch Unsicherheit, Verun-sicherung und Anfälligkeit des Künstlers ebenso wie der Kunst zum Thema zu machen. Der gefährlichen Liebschaft des Künstlers zur Kunst steht dabei die nicht minder gefährliche und risikobehaftete Liebschaft des Publikums zum Künstler gegenüber.

 

Wir freuen uns, Sie während des Rundgangs in der Kunsthochschule Kassel begrüßen zu dürfen. Zum ersten Mal präsentiert sich die Galerie Coucou gemeinsam mit weiteren ausgewählten Initiatoren von Kunst und Kultur im Säulengang. Aus diesem speziellen Anlass realisieren wir eine Gruppenausstellung mit ausgewählten Arbeiten von Anna Holzhauer, Angela Ender, Michael Göbel, Milen Miltchev, Nina Jansen, Rana Matloub, Katrin Leitner, Walter Peter und Jörn Peters. Die ausgestellten Exponate zeigen eine große Spannbreite hinsichtlich ihrer thematischen und formalen Vielfalt.

 

Ausstellungseröffnung

13. Juli, 19 Uhr

 

Dauer der Ausstellung

14. Juli -17.Juli 2011

 

Öffnungszeiten

Do/Fr 14:00 21:00 Uhr

Sa 11:00 21:00 Uhr

So 11:00 18:00 Uhr

 

 

Das Team der Galerie steht täglich im Zeitraum von 18—20 Uhr für persönliche Gespräche zur Verfügung

Phantome zeigen sich einerseits als überspannte Träumereien, Trugbilder und Phantasiegebilde, andererseits als Eindrücke unseres Lebens, die als verschwommene, nicht mehr konkret fassbare Schatten in unserem Gedächtnis bleiben. Das einst Wahrgenommene, Geträumte oder Erlebte büßt seine ursprüngliche Bedeutung ein, bleibt allerdings gespeichert, um in Erinnerungen bruchstückhaft, verzerrt, augenzwinkernd – gleich einem Geist – wieder aufzutauchen. Hier schließt sich das künstlerische Thema der mehrfach ausgezeichneten Künstlerin Anna Holzhauer an, die im Sinne eines tagebuchartigen Notierens Erinnerungen und deren Nachbilder in Zeichnungen und Aquarellen fixiert. Diese stillen und zum Teil geheimnis-vollen zeichnerischen Momentaufnahmen sind für Anna Holzhauer zugleich Ausgangspunkt plastischer Umsetzungen. „Es entstehen irritie-rende Objekte, die zwischen Realität und Abstraktion pendeln“ und mit denen die Künstlerin für den Betrachter ein „spannungsreiches Netzwerk von Erfahrungs- und Assoziationsräumen“ (Barbara Heinrich) schafft.

„Burst“ (engl.: Ausbruch, Platzen) ist der Titel der neuen Ausstellung in der Galerie Coucou. Die Künstlerin Angela Ender überrascht mit fragil wirkenden Skulpturen und Rauminstallationen, die im Spannungsfeld aus (banger) Erwartung und dem Bersten der Dinge liegen. Dabei arbeitet sie mit Alltagsgegenständen, deren Gebrauchsspuren Geschichten erzählen, die aber durch die Hand der Künstlerin ebenso verletzlich-zarte wie trashig- kontrastreiche Transformationen erfahren. „Aus meinen Gefühls- und Gedankenstürmen entsteht eine Form“, beschreibt Angela Ender ihren Arbeitsprozess. Wie vielfältig und dicht diese Formen uns kommen können, erlebt man in ihrer Rauminstallation, die sie augenzwinkernd als begehbare Malerei bezeichnet: Betritt der Besucher den materiell wie visuell verdichteten Raum, so wird er gleichzeitig Teil dessen, was ihn einschließt und umschließt. Wie viel mehr an Dichte verträgt diese Installation bis das  Bersten einsetzt?

Ausstellungseröffnung

16. April, 19 Uhr

 

Dauer der Ausstellung

17. April01.Mai 2011

 

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: 17.04. / 21.04.—24.04. / 28.04.01.05.

jeweils 16:30 - 19:30 Uhr und nach Vereinbarung

 

Kein Eintritt

 

Führungen:

Kostenlose Führungen werden durch das kuratorische Team der Ausstellung an folgenden Tagen angeboten:

Sonntag, 17.04.—17:00 Uhr / 18:00 Uhr

Samstag, 30.04.17:00 Uhr / 18:00 Uhr

Sonntag, 01.05.17:00 Uhr / 18:00 Uhr

 

Kinderführung

Samstag, 30.04. -16:00 Uhr

Ich stehe in dem Tag und sage es ist heute.

Das Jetzt türmt sich als Ergebnis der Ungedanken dieser Welt.

Nach der Legende ist es, als eine Welle, zu verstehen.

Die Berechnung dazu steckt in meiner Jackentasche auf einem Zettel notiert.

 

In der Zwischenzeit haben sich meine Knochen entgegen der Schwerkraft gerichtet und sogar schon Verschleiß aufgewiesen.

Mein Körper ruht während der Zugfahrt.

Bei dem Blick aus dem fahrenden Fenster, zittern meine Augen innerhalb ihrer Höhlen, um einen Stillleben einzufangen - vergeblich.

 

(Der Schaffner fragt mich nach meiner Fahrkarte;

Er kennt keine anderen Fragen.

Ich hole den Zettel aus meiner Jackentasche und halte es ihm hin.

Er nickt und wir fahren gemeinsam weiter.)

 

D. Voehringer 2011

 

»SAMOWAR«

KUNST, TEE + SENSATIONEN

 

Zum Abschluss des ereignisreichen Jahres möchten wir Sie zur Wiederauflage der Ausstellung „Samowar - Kunst, Tee und Sensationen“ einladen. Während Sie sich Kunstwerke anschauen und mit Künstler plaudern, können Sie eine Tasse heißen Tee aus unserem original- russischen Samowar genießen, die zahlreichen Bücher und Kataloge durchblättern, es sich bei uns gemütlich machen.

 

 

KASSELER MUSEUMSNACHT IN DER GALERIE COUCOU

Der Künstler Matthias Biermann arbeitet in seinem 2004 begründeten “Galerie Projekt“ im Grenzbereich zwischen Wort, Skulptur und Installation. Basis seiner Arbeit sind kleine, innen weißlackierte Holzkisten. In diesen, von ihm “Galerien“ genannten Miniaturräumen, baut er “Aus-stellungen“ auf. In seinen “Ausstellungsräumen“ zeigen sich überraschende Wechsel- wirkungen zwischen elementaren, zwei und dreidimensionalen Formen und geschriebenen Wörtern. Alltägliche Gegenstände und geschriebene Wörter bekommen, auch durch die Veränderung gewohnter Größenverhältnisse und durch ausgewähltes Verorten in den Räumen, neue Bedeutungen.

Eröffnung:   15. Juli 201019 Uhr

Performance:   15. Juli 201019:30 bis 20:30 Uhr

Ausstellungsdauer:  16.25. Juli 17 bis 20 Uhr

Der Performance findet täglich (in den regulären Öffnungszeiten) statt.

 

 

 

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