12.—30. DEZEMBER 2015

»SAMOWAR«

KUNST, TEE + SENSATIONEN

 

Peter Anders / Stephan Balkenhol / Ekachai Eksaroj / Slawomir Elsner / Andrea Grützner Kokimoto / Jenny Michel / Flaut M. Rauch  Sabine Rollnik / Oliver Scharfbier / Robert Sturmhoevel / Catrine Val / Nicola André Wagner / Darius am Wasser

Zum fünften Mal lädt die Galerie Coucou zu „Samowar: Kunst, Tee und Sensationen“ ein. Mit dieser Jahresausstellung möchten wir ein ereignisreiches Jahr abschließen und traditionsgemäß die Kunst zusammen feiern. Bei einer Tasse heißem Tee aus dem Samowar können die ausgestellten Kunstwerke bestaunt, besprochen und erworben werden. Es erwarten Sie Werke mit einer großen thematischen und formalen Vielfalt.

 

Eröffnung: 12. Dezember 2015 / 19:30 Uhr

 

Dauer: 14.30. Dezember 2015

(Am 24. und 25. Dezember haben wir geschlossen)

 

Öffnungszeiten: Montag - Freitag / 15:00—19:00  Uhr

(und nach Vereinbarung)

 

Wir wünschen einen fabelhaften Dezember und freuen uns auf Sie.

Eröffnung

Mittwoch 11.11. / 19:00 im Südflügel/KulturBahnhof

 

Öffnungszeiten:

Mittwoch 11.11. / 19:00—23:00

Donnerstag bis Samstag / 12.14.11./ 17:00—22:00

Sonntag / 15.11. / 17:0020:00

 

Monitoring ist eine Kooperation zwischen dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, dem Kasseler Kunstverein und dem Kulturdezernat/documenta Archiv sowie der Galerie Coucou.

Max Philipp Schmid wendet sich mit seiner Arbeit PARADIES unseren Sehnsüchten und Vorstellungen vom weltlichen Paradies und deren Manifestation im Alltag zu. Dabei verwebt er Zitate u.a. von Hesiod, Paul Gaugin, Joris-Karl Huysmans, Joseph von Eichendorff und Lucius Burckhardt zu einem vielschichtigen Gedankenkomplex, den er den Protagonisten errichten lässt. Ist dieser im ersten Teil der Arbeit noch in der Dunkelheit des Gewächshauses gefangen, das für unsere Bewunderung exotischer Pflanzen stehen mag, als Sinnbild der Suche nach dem Paradies in der Fremde, weitab der „Tyrannei des Hektisch-Weltzugewandten“, gibt uns der Künstler im zweiten Teil einen Hinweis auf die Natur unserer Sehnsüchte: „Peirideisa: Paradies: die Umzäunung“. Das Wort stammt aus dem Persischen und beschreibt den umzäunten, also den nach außen hin abgegrenzten Bereich. Ist unsere Sehnsucht nach dem Paradies also vielmehr eine Suche nach etwas, was nur einem selbst gehört? Etwas, das, nach eigenen Vorstellungen erträumt und gestaltet ist, ein Ort der Identifikation?

“Das Paradies ist eine gartenhafte Seinsweise der Welt.“ Auf drei Monitoren, die in einem zweiten Raum präsentiert werden, sehen wir Bilder von umzäunten, säuberlich zurecht gestutzten, privaten Gärten, bepflanzten Balkonen und Efeu umrankten Fenstern. Immer wieder auch taucht der Lebensbaum als Begrenzung auf, der hier als Idealvorstellung vorstädtischen Lebens gelten darf. In der Gestaltung suburbaner Landschaften offenbaren die Pflanzenden ihre Wertvorstellungen und Ideale des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Doch zeigen die Bilder auch, dass die Sehnsucht nach dem Paradies in der immer wiederkehrenden Gleichheit der Gärten unser Bestreben nach Individualität nicht erfüllen kann, und so suchen wir fernab des uns Vertrauten nach Ersatz. Schlussendlich können auch die Palmen und Kakteen, die hie und da in unsere Einkaufszentren und Betonlandschaften verpflanzt werden, unser Begehren nicht befriedigen. Und so zieht es „weiter von Objekt zu Objekt, von Substitutionen zu Substitutionen, weil es nie erfüllt wird“.

 

(Beatrix Goffin)

 

Die Ausstellung Monitoring erweitert den kinematografischen Raum des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes um sechszehn installative Medienarbeiten, die im Kasseler Kunstverein, im Südflügel und Stellwerk im KulturBahnhof sowie in der Galerie Coucou präsentiert werden.

 

Monitoring gibt Film- und Videoinstallationen sowie anderen zeitbasierten Medienarbeiten, deren Präsentationsform über die klassische Leinwand- oder Kinosituation hinausgeht, einen eigenen Rahmen und präsentiert sowohl etablierte Künstler/innen, als auch vielversprechende Nachwuchstalente. Aus 292 internationalen Einreichungen hat die Auswahlkommission in diesem Jahr sechzehn Installationen ausgewählt, darunter Arbeiten von Künstler/innen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Kanada und den USA.

Andrea Grützner führt den Betrachter ihrer Fotografien in verwinkelte, kafkaeske Bildräume. Es sind Räume, die in Licht und farbige Schatten zerfallen. Obgleich die Arbeiten an abstrakte Malerei erinnern, sind sie doch gegenstandbezogen, denn beide in der Galerie Coucou gezeigten fotografischen Serien sind eine sensible Untersuchung eines konkreten Ortes.

 

Das Gasthaus „Erbgericht“ ist seit mehr als hundert Jahren kulturelles Zentrum eines sächsischen Dorfes. Es ist ein Ort der Begegnung, des Kommens, des Gehens und mit den Jahren Projektionsfläche für Generationen von Erinnerungen und Emotionen geworden. Geschichte und Geschichten stecken in den Wänden, Treppen und Nischen. Das Interieur selbst ist wie eine faszinierende Collage aus historischen Stilen und Mustern. Dem Zauber des Gasthauses geht die junge Fotografin Andrea Grützner nach, die in dieser Region geboren wurde, die die Menschen und den Landstrich kennt. Doch neben dem Gefühl hier beheimatet zu sein, fühlt sie sich zugleich auch fremd. So sind es die widerstreitenden Empfindungen von Distanz und Nähe, die zu den persönlichen und zugleich experimentellen Rahmenbedingungen führen.

 

„Und – eins, zwei, drei, eins, zwei, drei...“ – im wiegenden Walzerschritt wirbeln die Damen des „Tanztees“ in dem traditionsreichen Gasthaus übers Parkett. Man hat sich für das Tanzvergnügen in Schale geworfen: Großblumige, lebensfrohe Blusen und Kleider kreiseln beim Cha Cha Cha, Foxtrott und Walzer umeinander. Das Auge der Fotografin fällt auf die grellen Farben und verschiedenen Muster,  die hier aufeinanderstoßen. Die Bilder zeigen wilde Kompositionen, aber zugleich auch eine vorsichtige Zärtlichkeit zwischen den Tanzpartnerinnen.

 

Während ihrer fotografischen Streifzüge durch weitere Räume des altehrwürdigen Gebäudes manipuliert Andrea Grützner geschickt die Wechselwirkung von Fotografie und Malerei. Nichts mehr sehen die Augen als nur Licht – und so tastet sie mit farbigem Blitzlicht die Räume nach Erinnerungen ab, lässt die Schatten farbig werden sowie selbstbewusst dem Licht trotzen. Die Farben sind nicht länger eine bloße Ummantelung der Flächen, das Gedächtnis wird zu lichtempfindlicher Materie. Es entstehen metaphorische Collagen, die ein Kaleidoskop der Möglichkeiten offenbaren.

 

Andrea Grützner wurde in Pirna geboren. Sie studierte in Konstanz Kommunikationsdesign und anschließend Fotografie an der Hochschule Bielefeld. Im Jahr 2014 wurde sie für ihre Arbeit Erbgericht mit dem PhotoVision Förderpreis für Fotografie und dem Source Cord Prize ausgezeichnet. Sie ist eine der Gewinnerinnen von gute aussichten 2014/2015.

 

Nachdem ihre Werke unter anderem in New York, Tallin, Seoul, Mexico-City, den Hamburger Deichtorhallen und dem Marta Herford ausgestellt wurden, wird nun die Galerie Coucou zum próxenos (Gastfreund) in Kassel. Zum sechsten Mal ist die Galerie Coucou eingeladen, Teil der Museumsnacht in Kassel zu sein. Das Gastrecht am 05. September 2015 wird von 17:00 bis 01:00 Uhr allen Kunstinteressierten erteilt. Um 20:30 Uhr führen Künstlerin und Kurator gemeinsam durch die Ausstellung.

 

Jürgen Klauke gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Performance-, Foto- und Medienkünstlern. Der Documentateilnehmer der Jahre 1977 und 1987 kreist in seinem über vierzig Jahre umfassenden künstlerischen Schaffen um soziale, individuelle oder existenzielle Grundfragen des Menschen. Dieser Ästhetisierung des Existenziellen geht Jürgen Klauke sowohl in Zeichnung, Performance und Fotografie nach und schafft so eindrückliche Bilder für die groteske Unzulänglichkeit des menschlichen Daseins, für die ständigen Konflikte mit uns selbst und die nicht-Einlösung der vielen Heilsversprechen etc. … Zentrales Motiv seines Werkes bleibt das Bild des labilen Menschen in einer labilen Welt. Neben den sexualisierten und erotisierten Zeichnungen und Fotografien der 1970er, deren Fragen nach der sexuellen Identität die Gender-Debatte anstießen, zeigen seine Bildwelten so etwas wie verdichtete Gesellschaftsbildnisse, Wiederschein der Anderen, also auch ihrer Betrachter, genauer handelt es sich um Bilder sozialer und psychologischer Syndrome und Verwerfungen, mitunter ins Groteske übersteigert oder ironisch akzentuiert. Jürgen Klauke verhandelt in seiner Kunst Elementares – die Kurzschlüsse und Störungen in der menschlichen Kommunikation, den verbreiteten Verlust des Lebenssinns, die lähmende Leere und Langeweile eines unausgefüllten Daseins, und nicht zu vergessen die suggestiven Bedrohungen der geistigen und körperlichen Identität durch die sanfte Gewalt der Medien.

 

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Documenta, die am 15. Juli 1955 das erste Mal von Arnold Bode in Kassel eröffnet wurde, verwandelt Jürgen Klauke mit der Sprachinstallation „Komm´ Kunst“ die Räumen der Galerie Coucou in einen meditativen „Klangraum“. Die beiden integrierten Videoprojektionen fragen nach Zeit und Endlichkeit.

 

Eröffnung

10. Juli 2015 / 19:00 Uhr

 

Documentafest

19. Juli / 11:00—18:00 Uhr

16:00 Uhr Coucou Noir

 

Öffnungszeiten

Dienstag-Freitag

16:0019:00 Uhr

(und nach Vereinbarung)

Am 19. Juli / 11:0018:00 Uhr

 

Weitere Informationen:

 

Die documenta feiert 2015 ihren 60. Geburtstag. Anlässlich dieses runden Jubiläums wird am 19. Juli unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Bertram Hilgen in Kassel ein großes documenta Geburtstagsfest gefeiert.

 

29 Kasseler Kunst- und Kulturinstitutionen haben erstmals gemeinsam ein einzigartiges Programm gestaltet, das Aspekte der mannigfaltigen Geschichte der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst seit 1955 aufgreift und wieder erfahrbar macht. Zu den über 50 Programmpunkten zählen zahlreiche Ausstellungen, Filmvorführungen, Performances, Gespräche, Lesungen und Führungen.

 

Die documenta hat in den vergangenen 60 Jahren auf vielfältigste Arten und Weisen ihre Spuren im Kasseler Stadtraum hinterlassen – geführte Rundgänge zu den in Kassel verbliebenen Außenkunstwerken vergangener documenta Ausstellungen machen diese komplexen historischen Bedeutungen erlebbar und liefern sowohl Kontexte als auch Zugänge. Vielerorts werden Zeitzeugen ihre Erinnerungen an vergangene documenta Ausstellungen mit den Besuchern teilen: Das documenta Forum lädt E.R. Nele, die Tochter des documenta Gründers Arnold Bode, den Kunsthistoriker Prof. Adrian von Buttlar und Pitt Moog, der seinerzeit bei Bode Meisterschüler war, zu einem Gespräch über die erste documenta 1955 ein. Während in der Neuen Galerie, dem Naturkundemuseum und dem Kulturbahnhof die von der Stadt Kassel gekauften Arbeiten vergangener documenta Ausstellungen im Fokus stehen, präsentiert das documenta Archiv sein Zeitzeugenprojekt „Meine documenta“ und bietet Führungen an. In vielen Kasseler Projekträumen und Kulturinstitutionen beteiligen sich ehemalige Teilnehmer der documenta am Programm, darunter

Ugo Dossi, Horst Hoheisel, Jürgen Klauke und Timm Ulrichs.

Und schließlich lädt das Orchester des Staatstheaters Kassel zu einem großen Swing-Konzert unter freiem Sommerhimmel ein – und lässt mit Stücken der 50er- und 60er-Jahre die Gründerjahre der documenta aufleben. Im Anschluss an das Konzert zeigt das Open-Air-Kino mit „Let’s Get Lost“ einen der Lieblingsfilme des Künstlerischen Leiters der documenta 14, Adam Szymczyk. Der Film von Bruce Weber aus dem Jahr 1988 handelt von Vergänglichkeit und Erinnerung – und ist „eine Einladung, sich gemeinsam zu verlieren, allein“ (Adam Szymczyk).

 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. 25 Gastronomen aus Kassel und der Region werden auf dem oberen Friedrichsplatz für ein kulinarisch vielfältiges Angebot sorgen. Zudem steht allen BesucherInnen am 19. Juli ein Shuttle-Bus-Service der KVG, der die Veranstaltungsorte verbindet, kostenfrei zur Verfügung.

 

Mit freundlicher Unterstützung:

Boxan, documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, HNA, Kasseler Sparkasse, Kassel Marketing GmbH, Staatstheater Kassel, Stadt Kassel, Städtische Werke AG.

Medienpartnerschaft: HNA

 

Eine Veranstaltung der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH in Kooperation mit der Stadt Kassel

Programmpunkte der Jubiläumsfeier:

 

19. Juli 2015, Coucou Noir

Die Galerie Coucou lädt durch die Stimme von Jürgen Klauke zum interpassiven Lauschen. Martin Scharvogel und Henrik Hornung sorgen mit speziell für diesen Anlass entwickelte Kompositionen für tonale Anregungen ganz im Sinne des Tintinnabuli. Ein urbanes Bildrauschen bleibt nicht ausgeschlossen. Treffen um 16:00 Uhr vor der Galerie.

 

 

19. Juli 2015, Programm ab 11:00 Uhr

11:00 Uhr: Eröffnung durch den Schirmherrn Oberbürgermeister

Bertram Hilgen, Friedrichsplatz

19:00 Uhr: Swing in Concert, Friedrichsplatz

22:30 Uhr:„Let’s Get Lost“, Open-Air-Kino am Dock 4

 

 

Mittwoch, 15. Juli 2015

Übergabe des documenta Archivs

 

 

Donnerstag, 16. Juli 2015

Ausstellung

Marcel Broodthaers

Fridericianum

 

 

Freitag, 17. Juli 2015 und Samstag, 18. Juli 2015

Symposium

documenta 1997—2017:

erweiterte Denkkollektive / expanding thought-collectives

documenta Halle

Carmen Amor, Karen Barad, Beatrice von Bismarck, Kristina Buch, Roger M. Buergel, Carolyn Christov-Bakargiev, Catherine David, Okwui Enwezor, Peter Galison, David Joselit, Hiwa K, Lu Jie, Michael Lüthy, Sarat Maharaj, Oliver Marchart, Laura Zheng Ning, Ruth Noack, Nikos Papastergiadis, Griselda Pollock, Tino Sehgal, Raqs Media Collective/Shuddhabrata Sengupta, Adam Szymczyk, Wang Jianwei

 

 

Freitag, 17. Juli 2015 bis Donnerstag, 23. Juli 2015

Permanente Aktion

Alexandra Pirici und Manuel Pelmuş: Public Collection of Modern Art

Fridericianum

 

 

Freitag, 17. Juli 2015

Konzert

M.A. Numminen und das defunensemble:

Verliebte Philosophen

Kulturhaus Dock 4

 

 

30. Oktober 2015 bis 14. Februar 2016

Ausstellung

UTOPIEdocumenta Unverwirklichte Projekte aus der Geschichte der Weltkunstausstellung

Stadtmuseum Kassel

 

 

Weitere Informationen auch unter:

If it is not in poetry

In humor

In contemplation

Or in pure fear of your life

You are fucking sleeping

 

Darius Am Wassers Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Performance, Skulptur und Objekt stehen stets in Beziehung zueinander und bilden ein dichtes Netz von Assoziationen. Sie kreisen poetisch-sinnlich wie auch beharrlich um die Fragilität von Individualität und Identität. Für die aktuelle Ausstellung in den Räumen der Galerie Coucou zeigt Darius Am Wasser eine Landschaft aus kleinen Monumenten. „Diese Monumente entstammen zum einen der Symbolik einer kultivierten Umgebung, sind zum anderen aber Elemente der Natur“, erläutert der in Kassel ansässige Künstler seine Arbeiten, „sie bilden ein Raster, gleichsam eine Grammatik unsere Umgebung, die auch auf unser Innerstes abzielt“. Die von Darius am Wasser geschaffenen einfachen Formen und rhythmischen Zyklen eröffnen unsere Sicht auf eine konstruierte und sinnliche Welt, einen Blick auf das Neben- und Miteinander des sozialen Außen und dem körperlich Intimen.

„Wenn alles was der Mensch sich vorstellt künstlich ist, wo bleibt dessen Natur?“, fragt der Künstler, dessen Ausstellung am menschlichen Unbehagen rührt und künstlerisch radikal der Ursprungsfrage nachgeht: „Woher kommen wir – der Mensch ein Tier, das Tier ein Götzenbild.

 

Die in der Ausstellung gezeigten Werke sind neue, speziell für die Ausstellung in der Galerie Coucou geschaffen Arbeite. Zudem zeigt Darius Am Wasser eine Auswahl von Werken seines Studienabschlusses im Jahr 2013, sowie dem dreimonatigen Stipendiats in dem Kulturzentrum ARToPie im lothringischen Meisenthal.

 

Eröffnung

12. Juni 2015 / 19:00 Uhr

 

Dauer

16. Juni-03. Juli 2015

 

Öffnungszeiten

Dienstag-Freitag

16:00-19:00 Uhr

(und nach Vereinbarung)

Fragil und sinnlich wie kraftvoll sind die Arbeiten des Künstlers Nicola André Wagner. Die farbig gefassten Objekte aus vielfältigen gestalterischen Mitteln, die von Sperr- und Kanthölzern über Pappe und Teichfolie reichen, changieren zwischen Malerei, Plastik und Skulptur. Aus dem Wechselspiel von Destruktion und Kombination der Materialien entstehen Objekte, die Momente des Chaotischen und Formlosen in sich tragen und zugleich auf Momente des mit Genauigkeit Geformten treffen – eine intensive und verdichtete Atmosphäre entsteht. Die Objekte erinnern an minimali-stische Architekturmodelle, auch die Wandarbeiten greifen die Aspekte von Raum und Perspektive auf. Die einzelnen Arbeiten werden in einem intuitiven Arbeitsprozess langsam Schicht für Schicht aufgebaut und umkreisen einander, bilden Assoziations-ketten, die zum Weiterdenken einladen.

 

Nicola André Wagner ist in Heilbronn geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe freie Kunst/Bildhauerei. Nach seinem Abschluss im Jahr 2013 war Nicola Andre Wagner Meisterschüler bei Prof. Stephan Balkenhol.

 

 

05.—16. DEZEMBER 2014

»SAMOWAR«

KUNST, TEE + SENSATIONEN

 

PETER ANDERS / ANNA HOFFMAN / URS LÜTHI / MARTINAFISCHER13 / RANA MATLOUB / MILEN MILTCHEV / SABINE ROLLNIK / ANN SCHOMBURG /

ROBERT STURMHOEVEL / FREDERICK VIDAL / CARSTEN WEITZMANN / ELKE ZAUNER / SASCHA BOLD

Traditionell gibt es in der Galerie Coucou zum Abschluss eines jeden Jahres die Gruppenausstellung »SAMOWAR«. Bei einer Tasse heißem Tee mit (oder ohne) Schuss aus unserem original-russischen Samowar kann man Kunst bestaunen und zu erschwinglichen Preisen kaufen. Wir freuen uns auf Sie!

 

Eröffnung

05. Dezember 2014/19:30 Uhr

 

Dauer

08.19. Dezember 2014

 

Öffnungszeiten

Montag-Freitag / 15—19 Uhr

(und nach Vereinbarung)

12.—16. NOVEMBER  2014 »MONITORING« ZU GAST

 

»GEISTERBAHN«

MERLIN FLÜGEL / STEPHANIE KAYSS / DOMINIK KEGGENHOFF / ELENA JILL OSMANN / MARC RÜHL

 

»AM RANDE DER ZEIT«

LUKAS THIELE

Die Ausstellung Monitoring erweitert den kinematografischen Raum des Kasseler Dokumentarfilm— und Videofestes um sechszehn installative Medienarbeiten, die im Kasseler Kunstverein, im Südflügel und Stellwerk im KulturBahnhof sowie in der Galerie Coucou präsentiert werden.

 

Lukas Thieles Installation AM RANDE DER ZEIT bezieht sich auf die Anfänge des Kinos in Form der Zoetrope und trifft in der Galerie Coucou auf aktuelle Entwicklungen in der VR—Technik (Virtuelle Realität): In GEISTERBAHN kann der/die Besucher/in in verschiedene,

dreidimensional animierte Erlebniswelten eintauchen.

 

Monitoring gibt Film- und Videoinstallationen sowie anderen zeitbasierten Medienarbeiten, deren Präsentationsform über die klassische Leinwand- oder Kinosituation hinausgeht, einen eigenen Rahmen und präsentiert sowohl etablierte Künstler/innen, als auch vielversprechende Nachwuchstalente. Aus 292 internationalen Einreichungen hat die Auswahlkommission in diesem Jahr sechzehn Installationen ausgewählt, darunter Arbeiten von Künstler/innen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Kanada und den USA.

 

Alle Arbeiten konkurrieren um den mit 3.500 € dotierten Golden Cube, gestiftet von dem Kasseler Softwareunternehmen Micromata GmbH.

 

Monitoring ist eine Kooperation zwischen dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, dem Kasseler Kunstverein und dem Kulturdezernat/documenta Archiv sowie der Galerie Coucou.

 

Eröffnung: 12. November 2014, 19 Uhr

 

Ausstellung: 13. bis 16. November 2014

Do.Sa. 1722 Uhr / So. 17—20 Uhr

(Kasseler Kunstverein, Südflügel und Stellwerk im KulturBahnhof, Galerie Coucou)

 

Für mehr Informationen: www.kasselerdokfest.de

10.—31. OKTOBER 2014

»BLOSS.«

STEFAN BAST

Bloß. lautet der Titel der Inszenierung, die Stefan Bast (*1982) in den neuen Räumen der Galerie Coucou vornimmt. Der Künstler und Kunstvermittler, der inter- und transdisziplinär arbeitet, beendet mit dieser Ausstellung seine Studienzeit an der Kunsthochschule Kassel in den Klassen von Urs Lüthi, Bernhard Prinz und im Arbeitsbereich Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation. Thematisch kreisen Stefan Basts Arbeiten um Fragen zu Gender-, Queer- und Identitätskonstruktionen, Stofflichkeit und Materialität. So wird die Galerie Coucou mit der Ausstellung Bloß. Ort von Verschiebung und Dekonstruktion.

 

„Bloß“, das kann heißen „nackt“ oder „unbedeckt“, aber auch „nichts als“ oder „nur“. Bloßgelegt und reflektiert werden in Stefan Basts Inszenierung die vermeintlich unverrückbare Beständigkeit von Symbolen und Displayformen, von Assoziations- und Kategorisierungssystemen ebenso wie die Ambivalenzen von innen und außen, weiblich und männlich, unbearbeitet und bearbeitet.

 

04.—26. SEPTEMBER 2014

»BEYOND CONTROL«

MANU WASHAUS

 

KASSELER MUSEUMSNACHT IN DER GALERIE COUCOU

06. SEPTEMBER / 17:00—01:00 UHR

Der in Kassel geborene Künstler Manu Washaus setzt sich mit der Wirkung von Bildern auf Wahrnehmung und Wissen der Gesellschaft auseinander. Er untersucht mit unterschiedlichen Methoden die ästhetisierte Aufnahme und Wiedergabe des Leids.

Medienübergreifend knüpft er in seinen Projekten an unterschiedlichen Schnittstellen wie Theater, Mode und Popkultur an. 2013 hat der junge Künstler im Rahmen von Robert Wilsons Watermill-Programm in New York u.a. mit Marina Abramović zusammengearbeitet.

 

Erst letztes Jahr sorgte Manu Washaus für Aufsehen mit seinem Projekt SWEATER, bei dem er eine Serie von Pullovern mit Bildern der eingestürzten Textilfabrik in Bangladesch in China produzieren lies, um sie dann über ein Berliner Modelabel geschickt in Szene zu setzen.

 

Das Hinterfragen von kollektiver Erinnerung, Bildergedächtnis, sozialen Mächten und Arbeit, sind in seinem Schaffen allgegenwärtig.

So lässt Manu Washaus in seiner aktuellen Serie STUDY OF THE POSSIBLE alltägliche Gegenstände mit politischer und gesellschaftlicher Aufladung herstellen und seziert mit den Mitteln der Kunst die schmerzhaften Zusammenhänge.

Dabei schafft er es, jeglichen Versuchen, seine konzeptuelle Arbeitsweise zu klassifizieren, zu entgehen und sich dabei eine unverkennbare Handschrift zu erarbeiten.

 

Manu Washaus lebt und arbeitet in Leipzig und zeigt in BEYOND CONTROL zum ersten Mal eine Auswahl seiner Werke in seiner Heimatstadt Kassel.

 

27.  JUNI—13. JULI 2014

URS LÜTHI ZEIGT »NOPRESSION«

 

JUDITH AUGUSTIN / SEUNG HYUN BAEK / KATHRIN BALKENHOL / STEFAN BAST / HENNING BOHL / BARBARA BUX / MARTIN DEGE /LOTTE DIETMAR / FRANK DÖLLING / REINHARD DOUBRAWA / EKACHAI EKSAROJ / ANGELA ENDER / SHPRESA FAQI / STEFAN GEBHARDT / SÖREN GERHARDT / MICHAEL GÖBEL / TOMOKO GOTO / MONIKA GOETZ / JUTTA HERRMANN / ANNA HOFFMANN / ÜNSAL IÇÖZ / NINA JANSEN / HORST JONESCU / HARM-HEYE KANINSKI / REYUNG MOON KIM / LINDA-JOSEPHINE KNOP / LUTZ KÖNECKE / MILEN KRASTEV / TAEK-KEUN LEE / UTE LINDNER / FRIEDERIKE LORENZ / URS LÜTHI / MARTINAFISCHER13 / DANIEL MASSOW / MICHAELA MEISE / RALF MICHNA / SYLVIA MÖLLER / INGMAR MRUK / CHARLOTTE MUMM / JENS NEDOWLATSCHIL / ARTUR NIESTROJ / JAN MARTIN NÜRNBERG / KATHRIN RABENORT / FLAUT M. RAUCH /ANJA RODE / SABINE ROLLNIK / OLIVER SCHARFBIER / ANN SCHOMBURG / MARKUS STEIN / SÜNJE TODT / NASIRA TURGANBAJ / MORITZ UNGER / CATRINE VAL / VIDAL & GROTH / DARIUS VÖHRINGER / MARKUS VOIT / LILIAN VON PHILIPPOVICH / JOHANNES VON STENGLIN / SARAH WEGNER / KIM WELLING / MORITZ WIEDEMANN / ARNE WITT / LEI XUE / RUI YIN

Die Ausstellung NOPRESSION wird von dem Schweizer Künstler Urs Lüthi (*1947 in Kriens, Luzern) kuratiert. Zum Ende seiner mehr als 20-jährigen Arbeit als Kunstprofessor an der Kunsthochschule Kassel reflektiert er seine Rolle als Künstlersubjekt und Lehrer mit einer Installation, die neben seiner eigenen Arbeit Werke von 62 Künstler/innen enthält, die einst bei ihm studiert haben.

 

Urs Lüthi ist international anerkannt und seit den 1960/70er Jahren eine feste Größe im Kunstbetrieb. Er war Teilnehmer der documenta 6 (1977) und bespielte den Schweizer Pavillon bei der 49. Biennale in Venedig (2001). Zahlreiche monografische Publikationen und Artikel widmen sich seinem Werk. Der Künstler wurde unter anderem mit dem Arnold-Bode-Preis (2009) und dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern (2010) ausgezeichnet. Seine Werke befinden sich in renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen, u.a. Sammlung Falckenberg, Kunsthalle Stuttgart, Lehnbachaus, Centre Pompidou und Museumslandschaft Hessen Kassel.

 

In der Ausstellung NOPRESSION geht es dennoch nicht nur um die Einzelposition Urs Lüthi, sondern auch um seinen Blick auf die künstlerischen Positionen seiner ehemaligen Kunststudenten/innen und Meisterschüler/innen der letzten 20 Jahre. Aus dem Lehrer/Schüler-Verhältnis ist eine Begegnung auf Augenhöhe entstanden.

 

Die Künstlerliste umfasst mehrere Generationen ehemaliger Lüthi Schüler/innen und reicht von in den 1960er bis 80er Jahren geborenen Künstlerinnen und Künstler. Mehr als ein Drittel von ihnen arbeitet in einem Atelierstandort in Hessen oder hat enge Verbindung dazu. Einige waren seinerzeit mit einem internationalen Hintergrund nach Kassel gekommen und knüpfen nun europa- und weltweit ihre Netze.

 

Nicht zuletzt legt die Ausstellung ein eindrucksvolles Zeugnis über das künstlerische Wirken von Urs Lüthi ab, der seit Jahrzehnten pointiert und vieldeutig zu gesellschaftlichen Prozessen Stellung nimmt und die Rolle des Künstlersubjekts und die Frage nach der Identität immer wieder reflektiert.

 

NOPRESSION ist eine spannende und intensive Begegnung mit der zeitgenössischen Kunst und bietet durch den kuratorischen Blick des Künstlers einen unmittelbaren Zugang. Zugleich würdigt die Ausstellung das lange Wirken Urs Lüthis an der Kunsthochschule in Kassel und ermöglicht einen facettenreichen Blick auf die künstlerischen Positionen, die daraus hervorgegangen sind.

 

Die Ausstellung läuft unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Bertram Hilgen und ist in Zusammenarbeit der Galerie Coucou mit dem Kasseler Kunstverein und dem Kulturamt der Stadt Kassel entstanden.

 

Unterstütz durch:

Kunsthochschule Kassel, Kasseler Dokumentarfilm– und Videofest, Kasseler Atelierrundgang, 387, Tokonoma e.V.

 

Eröffnungsprogramm 27.06.14:

 

17 Uhr Galerie Coucou

Begrüßung Milen Krastev / Galerieleitung Coucou

 

20 Uhr Kasseler Kunstverein

Begrüßung—Kathrin Balkenhol / zweite Vorsitzende d. Kasseler Kunstvereins

Grußwort—Bertram Hilgen / Oberbürgermeister

Einführung—Heiner Georgsdorf

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