Artists-in-Residence im Kunsttempel
Relationship between the inefficient
earth and its efficient workforce
Annika Boll &
Frauke Rohenkohl
Ausstellung
31.07. — 23.08.2026
Donnerstag — Sonntag
16 — 19 Uhr
Eröffnung
30.07.2026 / 19 Uhr
Grußwort: Kulturamtsleiter Martin Bach
Einführung: Svenja Schmidt
Führungen
02.08.26 / 16 Uhr
23.08.26 / 16 Uhr
moderierter Rundgang mit Defne Kizilöz und den Künstlerinnen
Die Artists-in-Residence Künstlerinnen Annika Boll aus Brüssel und Frauke Rohenkohl aus Kassel präsentieren die Ergebnisse ihres einmonatigen gemeinsamen Aufenthaltes im Kunsttempel.
Unter dem Arbeitstitel: „Relationship between the inefficient earth and its efficient workforce“ haben die beiden Künstlerinnen die komplexen Dialektiken zwischen industriellen Systemen, natürlichen Organismen und urbanen Landschaften reflektiert und eine interdisziplinäre künstlerische Arbeit entwickelt. In multisensorischen Bild-Objekt-Arrangements und Rauminstallationen wollen sie die verborgenen Netzwerke zwischen Natur, Industrie und Gesellschaft für das Publikum erfahrbar machen. Dabei verbinden sie die ästhetische Sichtbarkeit mit einer reflexiven Betrachtung der Transformationsprozesse, um eine immersive Erfahrung zu schaffen, die den Betrachter*innen eine kritische Reflexion über die verborgenen Zyklen unserer industriellen und natürlichen Welt ermöglicht.
Annika Katja Boll (1992) ist eine in Brüssel ansässige visuelle Künstlerin. Sie studierte Bildende Kunst an der Villa Arson in Nizza (DNSEP) sowie an der Kunsthochschule Kassel, nach zuvor erworbenen Studien in Anthropologie und Sozialpsychologie. Ihre Praxis umfasst 3D-Software, Animation, Installation und hybride Präsentationsformate, die sich fließend zwischen digitalen Umgebungen und physischem Raum bewegen. Mit einem ökologischen Blick untersucht ihre Arbeit, wie Natur ästhetisiert, reguliert und technologisiert wird – in Daten, Produkte, dekorative Bilder oder Kontrollsysteme transformiert wird.
Ihre Werke wurden international gezeigt, unter anderem bei der 16. Triennale Kleinplastik Fellbach, Ars Electronica (Linz), dem Next Level Festival (Dortmund sowie im Espace de l’Art Concret (Mouans-Sartoux), wo ihre Solo-Ausstellung „Highway Hypnosis“ den Prix Écho des Cimes 2025 erhielt. Zudem hielt sie Vorträge beim WAB Biennial (Brüssel) sowie auf der Biennale des Imaginaires Numériques (Marseille)
Frauke Rohenkohl (geb. 1995) ist eine Kasseler Künstlerin, die soziale, ökonomische und räumliche Strukturen aus einer analytisch-konzeptuellen Perspektive hinterfragt. Gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, schloss sie 2021 ihr Masterstudium an der Kunsthochschule Kassel mit Auszeichnung ab und wurde Meisterschülerin bei Peggy Buth (Intermediale Fotografie) und Gabriele Goetz (Redaktionelles Gestalten). Derzeit erweitert sie ihre künstlerische Praxis im Bereich der Bildenden Kunst mit Fokus auf konzeptuelle und multidimensionale Strategien im Raum.
Gefördert durch die Hessische Kulturstiftung, erhielt sie den Birgitt-Bolsmann-Preis und den Förderpreis der CDW-Stiftung. Sie wurde für den Dokumentarfotografie-Förderpreis der Wüstenrot Stiftung sowie den C/O Berlin Talent Award nominiert.
Ihre Arbeitsweise wurde durch Residenzen, z.B. bei Ruangrupa in Jakarta, geprägt und bei Off Triennale Hamburg, in Maastricht sowie in Makassar gezeigt. Sie hält Vorträge, Workshops und Lehrveranstaltungen, etwa bei documenta fifteen („Foam History“) und in „Arbeit im Bild“ (Camera Austria, Wüstenrot Stiftung), sowie an der Hasanuddin University Makassar/Indonesien (Sekretariat der UKM).
Kuration: Carola Ruf
Förderer: Kulturamt der Stadt Kassel, EHTW Service GmbH



